Diesem Auftrag wird ein Mann nicht gerecht, wenn er, wie es in den "Gegenstrophen" heißt, "gebrochen vom Berg, oft schon als Knabe scharf an den Rändern" ist und damit die Frauen, "Euridikes Schwestern, immer voll heiliger Umkehr"26, verfehlt - oder vielmehr sich von ihnen verfehlen läßt: "Sein Sinn ist Zwiespalt. Lediglich die Sonette I/2,3,14,16 sind vierreimig umschlingend. Tatsächlich sind nur acht Sonette fünfhebig jambisch (I/1,2,3,5,14,II/4,15,28), acht Sonette fünfhebig trochäisch (I/8,11,12,13,II/5,16,23,29) Die übrigen neununddreißig Sonette sind daktylisch rhythmisiert. Sie ist auch im Buchhandel und über den Wallstein Verlag erhältlich.. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf Untersuchungen zu Rilkes Dichtungen aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, den »Sonetten an Orpheus« und den Werken, die im Umfeld seiner Aufenthalte in Bern entstanden sind. Salopp formuliert, wird der Dichter von dieser Frau zu produktiver Arbeit stimuliert, ohne sogleich wieder davon abgehalten zu werden. So thematisieren I/1,2,3 (in jambischem Maß) den orphischen Gesang, I/5,6,7 die Gestalt des Orpheus, I/13,14,15 die Früchte und ihre Wandlung im Erfahren, II/5,6,7 die Blumen, II,12,13 das Wandeln selbst. Die "Sonette an Orpheus" realisieren ihre Form im Gebrauch der Nomina. Sein Ort schon im Stunden-Buch36 war "wo die Engel sind, hoch, wo das Licht in Nichts zerrinnt".